Transformation und Umbruch. Auswirkungen von Krisen und Konflikten auf Kunst und Kultur

Gastherausgeber: Anke Schad-Spindler (Post-Doctoral Researcher at the University of Vienna, Department of Political Science) & Tal Feder (Post-Doctoral Fellow, Center for Cultural Affairs, Indiana University)

Einreichungsfrist: 1 März 2021

Durch gesellschaftliche Transformationsprozesse und politische Umbrüche verändern sich die Bedingungen von Kultur- und Kunstproduktion, -distribution und -rezeption und damit auch die Anforderungen an Kulturpolitik und Kulturmanagement. Beispiele hierfür bilden nicht nur die ostmitteleuropäischen Transformationsgesellschaften nach 1989. Aktuelle, für Kulturpolitik und -management relevante Umbrüche finden sich in vielen anderen Ländern, als Beispiele seien Polen und Ungarn, aber auch Israel, die Türkei, Ägypten, Palästina, Hongkong, Russland und die südamerikanischen Länder genannt, in denen es auf der einen Seite zu teilweise gravierenden Einschränkungen in der künstlerischen Autonomie, auf der anderen zu grundsätzlichen Neubestimmungen im kulturellen Feld kommt.

Erwünscht sind Beiträge zu folgenden Themen:

  • Welchen Einfluss hat politischer oder ökonomischer Wandel auf Kunst und Kultur sowie deren Institutionen und Akteure?
  • Vor welchen Herausforderungen stehen Kulturpolitiker und -manager in Transformationsgesellschaften?
  • Wie reagieren Künstler / Künste auf Transformationen und Umbrüche?
  • Welche Einflüsse besitzen zivilgesellschaftlichen Kräfte und welche Strategien kommen zum Einsatz?
  • Welche Bedeutung besitzt künstlerischer / kulturpolitischer Eigensinn angesichts neuer Zensur-Praktiken?
  • Vor welchen Herausforderungen stehen Kunst und Kultur(politik) in ausgewählten Konflikt-Gesellschaften (Fallstudien zu einzelnen Ländern, s.o.)

Einreichungsfrist: 1 März 2021

Hinweise zur Einreichung

Einzureichen bei: submissions(at)jcmcp(dot)org

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