Research Article

Töpfe, Gürtel und Medikamentenbehälter: Herausfordernde Kategorien aus der Kolonialzeit und Klassifikationen im digitalen Zeitalter

Zusammenfassung

Anhand einer Sammlung kultureller Artefakte, die im Iziko South African Museum zuvor als Natal Nguni und Zulu klassifiziert wurden, untersucht der Forschungsartikel, welche Möglichkeiten digitale Räume bieten, während der Kolonialzeit gesammelte Objekte auf neue Weise zu dokumentieren und zu verwalten. Dabei wird die Aufmerksamkeit auf den hochgradig konstruierten Charakter von Museumsdokumentationssystemen und die Art und Weise gelenkt, wie normalisierte koloniale Praktiken der Wissensproduktion oft in digitalen Versionen von Museen repliziert werden. Auf der Grundlage von Daten aus Workshops und Interviews aus den Jahren 2016 – 2019, die mit Vertretern und Vertreterinnen von sich selbst als Zulu identifizierenden Gruppen stattgefunden haben, wird überlegt, wie alternative Kategorien, Klassifikationen und Informationsstrukturen eingesetzt werden könnten, um die Art und Weise zu verändern, wie Museen Wissen über Menschen und Kulturen konstruieren. In Verbindung mit einer rigoroseren Rückführungs- und Einstellungspolitik ist das Überdenken von Museumsdokumentationssystemen ein wichtiger Schritt zur Dekolonisierung von Institutionen.

Schlagworte

2020 (2)
Museum - Politik - Management

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