Essay

Umrüstung für die Revolution: Die Zukunft der Museumsverwaltung gestalten nach COVID-19

Zusammenfassung

Im März 2020 brach COVID-19 auf US-amerikanische Museen herein und entlarvte deren finanzielle und administrative Fragilität und problematische Praktiken im Museums-management: Die Entlassung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, Auflösung ganzer Abteilungen, resultierte in einer unverhältnismäßig starken Beeinträchtigung des Publi-kums und Schwarzer Angesteller – ein letztlich regressiver Schritt in einem Bereich, der sich in Richtung einer dekolonialisierten und publikumsorientierten Praxis bewegte. Dennoch gibt es Anzeichen dafür, dass Museen einen langfristigen Paradigmenwechsel vollziehen, von ‚über etwas zu sein‘ zu ‚für jemanden da zu sein‘ (WEIL 1999). Die Reaktionen auf COVID-19 deuten darauf hin, dass dieser Wandel noch nicht in die ‚Tiefenstrukturen‘ des Museumsmanagements eingedrungen ist. Dieser Artikel erkennt
eine museale ‚Paradigmenkrise‘, in der alte und neue Systeme nebeneinander exis-tieren und miteinander in Konflikt stehen. Er argumentiert, dass Museen ihre Manage-mentstrategien vernachlässigt haben und schlägt das ‚Four Frames‘-Konzept von Bol-man und Deal vor, um ein Management-Toolkit zu entwickeln. Schließlich werden die Prioritäten identifiziert, die für das neue Paradigma benötigt werden: ethnische und kulturelle Gleichheit und Vielfalt, Lohngerechtigkeit, intelligentere Arbeitspraktiken und Sorge für Gemeinschaft.

Schlagworte

2020 (2)
Museum - Politik - Management

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